DelphinLagune > Auftrag

Die Delphinhaltung im Tiergarten Nürnberg beruht auf vier Säulen: Bildung, Forschung, Artenschutz und Erlebnis.

Bildung

Die DelphinLagune bietet faszinierende Einblicke in die Welt der Delphine und Seelöwen. Eine natürliche Landschaft sowie großflächige Panoramafenster mit Unterwassereinsicht laden die Besucher ein, mehr über die großartigen Meeressäuger zu erfahren. Das ist nachhaltige Information mit hohem Unterhaltungswert.

Der Blaue Salon

Ein unterirdisch gelegenes Gebäude für die Unterwasserbeobachtung der Delphine und Manatis über großformatige Sonderverglasungen. Die Scheibe für die Unterwassereinsicht hat eine Abmessung von vier Metern Höhe und zwölf Metern Breite. Das Gebäude mit ca. 500 qm Grundfläche soll auch für Veranstaltungen außerhalb des Tiergartenbetriebs genutzt werden.

Foto Blauer Salon - Besucher an der riesigen Panoramascheibe, die Delphine und Seelöwen beobachten

An Infoterminals wird Wissenswertes über Delphine und Seelöwen abrufbar sein. Kameras werden in die Bereiche der DelphinLagune vordringen, die dem Auge so nicht zugänglich sein werden.

Forschung

Ein Delphin wird gerade einer Ultraschalluntersuchung unterzogen. Er schwimmt dabei zum Beckenrand und dreht sich auf den Rücken, so dass die Pfleger die Untersuchung durchführen können

Zoologische Gärten sind wichtige Stätten wissenschaftlicher Forschung. Anders als im Freiland, wo ein direkter Kontakt zu den Tieren kaum möglich ist, können hier unter kontrollierten Bedingungen wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.

Im Verlauf der letzten 25 Jahre haben die Untersuchungen in Delphinarien maßgeblich dazu beigetragen, das Verhalten der Tiere und die Leistungsfähigkeit ihrer verschiedenen Sinnesorgane zu verstehen. So wurde zum Beispiel die Existenz eines Echoortungssystems nachgewiesen und dessen Funktionsweise erforscht. Ebenso wichtig sind die Erkenntnisse aus der Veterinärmedizin, die nicht nur der Haltung der Tiere zugute kommen, sondern mittlerweile auch eine wichtige Rolle bei der Rehabilitation von kranken, verletzten und gestrandeten Wildtieren spielt.

Ein Delphin an einem Versuchsaufbau unter Wasser

Ergebnisse zahlreicher Forschungsprojekte im Delphinarium Nürnberg in den letzten 20 Jahren haben dazu beigetragen, unseren Wissensstand über Delphine zu erweitern. Unter anderem zeigten die Ergebnisse einer Versuchsreihe, dass Delphine Farben wahrnehmen können. Andere Projekte beschäftigen sich mit dem Abstraktionsvermögen der Delphine; man versuchte den Beweis zu liefern, dass Delphine über solch kognitive Fähigkeiten verfügen.

Weitere Forschungsprojekte befassten sich mit der Verhaltensentwicklung von Delphinkälbern. Zu diesem Zweck wurden sowohl Mutter als auch Kalb über mehrere Stunden pro Tag innerhalb der ersten sechs Monate kontinuierlich beobachtet und ihr Verhalten protokolliert. Aufgrund einer qualitativen Analyse dieser Ergebnisse konnte ein Katalog mit mehr als 120 Verhaltenselementen erstellt werden.

Artenschutz

Der La Plata-Delphin: eine bedrohte DelphinartDas unmittelbare Erleben der Tiere im Zoo führt zu einem verstärkten Bewusstsein für Umweltfragen. Wale und Delphine leiden seit Jahrhunderten unter den Folgeerscheinungen der Zivilisation. Einige Delphinarten gelten bereits als ausgerottet, wie z. B. der Chinesische Flussdelphin (Lipotes vexillifer), andere sind stark gefährdet. Mit informativen Vorstellungen wird dem Publikum des Nürnberger Delphinariums (jährlich ca. 350.000 Besucher) nicht nur die Biologie der Tiere nahegebracht, sondern es wird auch auf die Bedrohung der Delphine in den Meeren und Flüssen hingewiesen. Die DelphinLagune sensibilisiert so für das Thema Artenschutz und will so die Zukunft für Delphine sichern.

Forschung in SüdamerikaKinder werden nur das schützen, was sie mit den eigenen Augen sehen und hautnah erleben. Kein Zeitungsartikel, kein Fernsehbericht und kein Kinofilm kann diese Eindrücke vermitteln. Unter der Leitung von Zoopädagogen werden zusätzliche Sonderführungen für Schüler, Studenten und Lehrer angeboten. Darüber hinaus beteiligt sich der Tiergarten Nürnberg seit 1992 in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zum Schutz wasserlebender Säugetierarten Südamerikas (yaqu pacha e.V.) aktiv an der Durchführung von Artenschutzprojekten in Südamerika.

 

Logo yaqu pacha
Umweltpädagogik vor Ort: Mitarbeiter von yaqu pacha erkl&auuml;ren einer Schulklasse in Südamerika etwas über Artenschutz und die Ökologie des Meeres Die Naturschutzorganisation yaqu pacha e.V. - gesprochen "jaku patscha" - wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, die wasserlebenden Säugetiere Südamerikas zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten. Von Anfang an war uns dabei eine enge Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung sehr wichtig, denn nur gemeinsam können wir langfristig etwas erreichen. Der aus der indianischen Sprache Quichua abgeleitete Name: "yaqu pacha" bedeutet "Wasser-Welt".

yaqu pacha unterstützt z. Zt. Projekte in Ecuador, Brasilien, Uruguay, Chile und in Argentinien.

Neben ihrer Forschung leisten die Mitarbeiter von yaqu pacha Aufklärungsarbeiten in Schulen und Gemeinden. Wesentliches Ziel dieser Arbeiten ist es, der einheimischen Bevölkerung zu zeigen warum und wie der Natur geholfen werden kann.

Mehr Informationen unter www.yaqupacha.org

Erlebnis

Perfekte Drehungen, rasante Richtungswechsel, tollkühne Sprünge - faszinierend zu sehen, wie elegant und doch kraftvoll sich die perfekt ans Wasser angepassten Delphine und Seelöwen bewegen. Ein Erlebnis, das seit der Eröffnung 1971 bereits über 13 Mio. Besucher in den Bann zieht: jährlich mehr als 350.000 in insgesamt über 1000 Vorstellungen.

Wie trainiert man Delphine? Sind sie wirklich so intelligent? Wo ist die Heimat der Seelöwen? Bewusstseinsbildung beginnt stets mit Fragen. Die Vorstellungen im Delphinarium sowie unser gesamtes edukatives Programm haben ein Ziel: klare Antworten. Das ist Voraussetzung für das Entwickeln echten Verantwortungsgefühls gegenüber Tier und Umwelt. Und das wiederum bildet Grundlage für richtiges Handeln.